Geographie
Spanien nimmt etwa vier Fünftel der Iberischen Halbinsel ein,
die außerdem Portugal, Andorra und Gibraltar umfaßt. Im Nordosten bilden
die Pyrenäen eine natürliche Grenze zu Frankreich. Zum Staatsgebiet
gehören auch die südöstlich von Barcelona im Mittelmeer gelegenen Balearen
(Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera) und die Kanarischen Inseln vor
der Westküste Afrikas. Ceuta, Chafarinas, Melilla und Ladu sind winzige
spanische Enklaven in Nordafrika, die Überreste des spanischen
Kolonialreiches sind. Spanien ist ein sehr gebirgiges Land und liegt im
Durchschnitt 610 m ü. d. M. Die rund 400 km langen Pyrenäen erstrecken
sich vom Baskenland im Nordwesten bis zum Mittelmeer. Einige Gipfel
erreichen eine Höhe von über 3000 m; der Pico de Aneto ist mit 3404 m die
höchste Erhebung. Das Landesinnere bildet die Meseta, ein riesiges 600-800
m hohes Plateau, das durch zahlreiche Sierras geteilt wird. Im Nordwesten
und Norden wird sie durch das Kantabrische Gebirge und das Iberische
Randgebirge, im Süden durch die Sierra Morena begrenzt. Jenseits der
Sierra Morena liegt das Guadalquivir-Tal. Die gebirgige Landschaft
Galiziens befindet sich an der stark zerklüfteten Atlantikküste.
Gebirgsland füllt auch den äußersten Süden aus; die Sierra Nevada
südöstlich von Granada ist Teil der parallel zum Mittelmeer verlaufenden
Betischen Kordilleren. Sie weist den höchsten Berg des spanischen
Festlandes auf, den Mulhacén (3481 m). Die höchste Erhebung Spaniens ist
der Pico del Teide (3718 m)auf Teneriffa. Die Küsten Spaniens sind knapp
5000 km lang. Die Mittelmeerküste reicht von der französischen Grenze bis
zum Felsen von Gibraltar. Die Straße von Gibraltar verbindet Mittelmeer
und Atlantik und trennt Spanien von Nordafrika.
Staatsform
Parlamentarische Monarchie seit 1978. Verfassung von 1978,
letzte Änderung 1992. Zweikammerparlament (Cortes Generales):
Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados) mit 350 Abgeordneten und
Senat (Senado) mit 259 Senatoren. Staatsoberhaupt: König Juan Carlos I.,
seit 1975. Ministerpräsident: José Luis Rodríguez Zapatero, seit 2004.
Sprache
Amtssprache ist Spanisch (Kastilianisch). Katalanisch,
Galizisch und Baskisch sind regional verbreitet; in Touristengebieten z.
T. Englisch und Deutsch.
Religion
Römisch-katholisch (94%); moslemische, protestantische und
jüdische Minderheiten.
Ortszeit
Spanien/Balearen: MEZ. Letzter Sonntag im März bis letzter
Sonntag im Oktober: MEZ + 1 (Sommerzeit).
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter und im Sommer jeweils 0
Std.
Kanarische Inseln: MEZ -1. Letzter Sonntag im März bis letzter Sonntag
im Oktober: MEZ (Sommerzeit).
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter und im Sommer jeweils -1
Std.
Netzspannung: 220 V, 50 Hz (110/125 V häufig noch in älteren Gebäuden
kleiner Ortschaften).
Post- und Fernmeldewesen
Telefon: Selbstwählferndienst. Die öffentlichen Telefone funktionieren
mit Münzen und Wertkarten der Telefónica, die man in den Tabakläden kaufen
kann.
Landesvorwahl: 34. Ortsnetzkennzahlen der größten Städte: Madrid 91,
Alicante 96, Balearen 971, Barcelona 93, Benidorm 96, Bilbao 94, Granada
958, Las Palmas 928, Málaga und Torremolinos 95, Santander 942, Sevilla
95, Teneriffa 922 und Valencia 96.
Mobiltelefon: Dualband-Netz GSM 900/1800. Netzbetreiber sind Amena
(Internet: www.amena.com), Telefonica (Internet: www.movistar.tsm.es),
Vodafone (Internet: www.vodafone.es) und Retevision (Internet:
www.retevision.es).
Faxgeräte: Stehen in den meisten Postämtern verfügbar. Auch 4- und
5-Sterne-Hotel, die überwiegend von Geschäftsleuten und
Konferenzteilnehmern besucht werden, bieten Faxdienste an.
Internet/E-Mail: Internetcafés und Einrichtungen, die einen
Internetzugang anbieten (locutorios) gibt es in den meisten städtischen
Gebieten. Internetanbieter sind u.a. Futurnet (Internet: www.futurnet.es),
Terra (Internet: www.terra.es), Ibernet Telematica (Internet:
www.ibernet.com), Ozú (Internet: www.ozu.es), Ya (Internet: www.ya.com)
und Wanadoo (Internet: www.wanadoo.es).
Telegramme: Können in allen Hauptpostämtern und zahlreichen Hotels
aufgegeben werden. Die Postämter am Plaza de la Cibeles in Madrid, am
Plaza Antonio Lopez in Barcelona und in der Calle Alameda Urquillo 15 in
Bilbao sind 24 Stunden geöffnet.
Post: Die Briefzustellung ist ausgezeichnet. Luftpostsendungen im
innereuropäischen Postverkehr sind etwa 5 Tage unterwegs. Postlagernde
Sendungen können an alle Hauptpostämter geschickt werden
Anläßlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung
grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Hepatitis B kommt landesweit vor.
Die Leishmaniase kommt vor allem an der Mittelmeerküste (insbesondere
in den Provinzen Alicante und Murcia), auf den Balearen (Mallorca,
Menorca, Ibiza und Formentera) und im Süden des Landes vor. Die
Übertragung geschieht durch Schmetterlingsmücken.
Borreliose kommt landesweit vor.
Zecken kommen während der Sommermonate in den Wäldern mancher Gebiete
vor. Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.
Gesundheitsvorsorge: Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt
die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die Behandlung erfolgt
gegen Vorlage der EHIC. Diese regelt die Versorgung und
Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger.
Seit dem 1. 6. 2004 ersetzt die EHIC schrittweise das bisherige Formular E
111. Anmerkung: In der neuen Karte ist kein Rücktransport nach einer
schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die
gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen
Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen.
Die Behandlung erfolgt in den medizinischen Zentren (Centro Sanitario
de la Seguridad Social). Für Arzneimittel muß ein Kostenanteil bezahlt
werden. Zahnärztliche Behandlungen sind kostenpflichtig.
Wirtschaft
Spanien ist ein wichtiges Industrieland mit bedeutender Landwirtschaft.
Die spanische Wirtschaft verzeichnet seit Jahren überdurchschnittliche
Wachstumsraten in Europa (2003: 2,8%). Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag
2004 bei 794 Milliarden €. Die Bauwirtschaft und der private Konsum sind
Motor des Wachstums. Allerdings lagen Ende 2004 sowohl die Inflationsrate
als auch die Arbeitslosenqoute weiterhin über dem EU-Durchschnitt. Die
Arbeitslosenquote ist mit 10,8% (2004) die höchste in der Europäischen
Union, was vor allem auf die umfassenden Rationalisierungsmaßnahmen im
Industriesektor zurückzuführen ist. 2002 lag die Inflationsrate bei 4%,
2004 ging sie auf 2,7% zurück.
Die sektorielle Aufteilung der spanischen Wirtschaft entspricht in etwa
der anderer Industrienationen: Rund 68% Dienstleistungen, rund 20%
verarbeitende Industrie, 12% Bauwirtschaft und knapp 5% Landwirtschaft
(Stand: 2003).
Die wichtigsten Agrarerzeugnisse sind Getreide, Gemüse, Zitrusfrüchte,
Olivenöl und Wein. Die nahrungsmittelverarbeitende Industrie expandiert
weiterhin rasch. Die Fischereiflotte, einst eine der größten der Welt, ist
heute wesentlich kleiner, jedoch nach wie vor von großer Bedeutung.
In der Industrie hat der rasche Zuwachs der Bereiche chemische
Industrie, Automobilherstellung, Elektronik, Informationstechnologie und
Industriedesign die älteren, rückläufigen Industriezweige abgelöst.
Spanien ist weltweit der sechstgrößte Kfz-Erzeuger, in Europa nimmt es
knapp hinter Frankreich den dritten Platz ein.
Der Fremdenverkehr ist neben der Industrie eine der wichtigsten
Erwerbsquellen. Nach Frankreich und den USA ist Spanien das
drittbeliebteste Reiseziel weltweit. 2000 hatte die Tourismusindustrie 48
Millionen Auslandsgäste und im Jahr 2003 sogar 52,5 Millionen Besucher zu
verzeichnen. Die meisten Besucher kommen aus Frankreich und Portugal,
gefolgt von Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden.
Die spanischen Exporte haben sich 2003 mit einem Plus von 5,4% besser
als erwartet entwickelt und betrugen 137,8 Milliarden €. Die Importe haben
in der selben Periode deutlicher zugenommen und erreichten 184 Milliarden
€. Damit hatte Spanien 2003 eine negative Handelsbilanz von 46,2
Milliarden € oder 14,2%. Diese Zahlen blieben auch im ersten Halbjahr 2004
ähnlich, das Handelsdefizit belief sich auf rund 15%. Die EU-Partnerländer
sind die größten Handelspartner Spaniens, in erster Linie Frankreich und
Deutschland
Lage: Westeuropa.
Offizieller Staatsname: Königreich Spanien.
Landesvorwahl: 34.
Spanisches Fremdenverkehrsamt: Kurfürstendamm 63,
D-10707 Berlin
Tel: (030) 882 65 43. Fax: (030) 882 66 61.
E-Mail: berlin@tourspain.es
Internet: www.spain.info
Mo-Do 10.00-15.00 Uhr, Fr 09.00-13.00 Uhr.
Zweigstellen in Düsseldorf (Tel: (0211) 680 39 81), Frankfurt/M.
(Tel: (069) 72 50 33) und München (Tel: (089) 53 07 46 11).
Spanisches Fremdenverkehrsamt: Walfischgasse 8/14,
A-1010 Wien
Tel: (01) 512 95 80. Fax: (01) 512 95 81.
E-Mail: viena@tourspain.es
Internet: www.spain.info oder
www.tourspain.info (im Aufbau)
Mo-Fr 10.00-14.00 Uhr.
Spanisches Fremdenverkehrsamt: Seefeldstraße 19,
CH-8008 Zürich
Tel: (044) 253 60 50. Fax: (044) 252 62 04.
E-Mail: zurich@tourspain.es
Internet: www.spain.info
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.
Zweigstelle in Genf (Tel: (022) 731 11 33).
Dirección General de Turespaña: José Lázaro
Galdiano 6, E-28036 Madrid
Tel: (91) 343 35 00. Fax: (91) 343 38 96.
E-Mail: infoweb@spain.info
Internet: www.spain.info
Königlich Spanische Botschaft: Lichtensteinallee 1,
D-10787 Berlin
Tel: (030) 254 00 70. Fax: (030) 25 79 95 57. Konsularabt.: Tel: (030) 254
00 71 61. Fax: (030) 25 40 07 42 0.
E-Mail: s-cberlin@t-online.de
(Konsularische Anfragen)
Internet:
www.spanischebotschaft.de oder
www.info-spanischebotschaft.de
Mo-Do 09.00-17.00 Uhr, Fr 09.00-14.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-13.00
Uhr.
Generalkonsulate in Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, Hannover,
München und Stuttgart.
Königlich Spanische Botschaft: Theresianumgasse 21,
A-1040 Wien
Tel: (01) 505 57 88. Fax: (01) 505 57 88 25.
Internet: www.embesp-at.org
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.
Konsularabteilung der Botschaft: Argentinierstraße
34, A-1040 Wien
Tel: (01) 505 57 88. Fax: (01) 505 57 88 25.
E-Mail: embespat@mail.mae.es
Mo-Fr 09.15-13.15 Uhr (tel. Terminvereinbarung erwünscht).
Honorarkonsulate in Graz, Linz, Rankweil, Salzburg und St. Pölten.
Königlich Spanische Botschaft: Kalcheggweg 24,
CH-3000 Bern 15
Postanschrift: CP 99, CH-3000 Bern 15
Tel: (031) 350 52 52. Fax: (031) 350 52 55.
E-Mail: ambespch@mail.mae.es
Mo-Fr 08.00-15.30 Uhr.
Generalkonsulate mit Visumerteilung in Bern (Tel: (031) 356 22 20),
Genf (Tel: (022) 749 14 60) und Zürich (Tel: (01) 368 61 00).
Konsularagenturen in Basel und Bellinzona.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland: Calle de
Fortuny 8, E-28010 Madrid
Tel: (91) 557 90 00. Fax: (91) 310 21 04.
E-Mail: zreg@madri.diplo.de
Internet:
www.embajada-alemania.es
Außenstelle der Botschaft: Las Palmas de Gran Canaria.
Generalkonsulate in Barcelona und Málaga. Außenstelle eines
Generalkonsulats in Palma de Mallorca und Sevilla. Honorarkonsulate
in Aguadulce, Alicante, Bilbao, Ibiza, Jerez de la Frontera (Cádiz),
Mahón/Menorca, Santander/Muriedas, San Sebastián, Santa Cruz de La Palma,
Santa Cruz de Tenerife, Tarragona, Valencia, Vigo und Zaragoza.
Botschaft der Republik Österreich: Paseo de la
Castellana 91, E-28046 Madrid
Tel: (91) 556 56 05, 556 55 04. Fax: (91) 597 35 79.
E-Mail: madrid-ob@bmaa.gv.at
Internet:
www.aussenministerium.at/madrid
Honorargeneralkonsulat in Barcelona. Honorarkonsulate in
Bilbao, Las Palmas de Gran Canaria, Málaga, Palma de Mallorca, Santa Cruz
de Tenerife, Sevilla und Valencia.
Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft:
Edificio Goya, Calle Núñez de Balboa 35, Piso 7, E-28001 Madrid
Postanschrift: Apartado 1317, E-28080 Madrid
Tel: (91) 436 39 60. Fax: (91) 436 39 80.
E-Mail:
vertretung@mad.rep.admin.ch
Internet: www.eda.admin.ch/madrid
Generalkonsulat in Barcelona. Konsulate in Algeciras, Las
Palmas de Gran Canaria, Málaga und Palma de Mallorca. Konsularagenturen
in San Sebastian und Valencia.
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