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Informationen Schweiz

Schneebedeckte Viertausender und südländische Gestade, »Schoggi« und Käse, Banktresore und Zeitmesser, mondäner Skizirkus und volkstümliche Alphornbläser, die legendäre Pünktlichkeit der SBB und ein Maßstab setzendes Gastgewerbe, Wilhelm Tell und Heidi - Assoziationen, die sich unweigerlich mit der Schweiz verbinden. Mit 26 Kantonen und vier Sprachregionen steht der Alpenstaat gleichermaßen für Einheit und Vielfalt. Zwischen Bodensee und Lago Maggiore, zwischen Engadin und Jura gilt es eine Mannigfaltigkeit an Landschaften, markante Kantonshauptstädte und lebendiges Brauchtum, reiche Kulturschätze und kulturelle Eigenheiten der verschieden Bevölkerungsgruppen zu entdecken. In der Deutschschweiz kann man Großstädte wie Basel, Bern, Zürich und Luzern, aber auch reizvolle Bauerndörfer, hügeliges Voralpenland, zahlreiche Seen und Hochgebirge erleben. In der französischen Schweiz lassen sich alte Abteien oder mondäne Kurorte, sanfte Weinhänge am Genfer See oder die Waadtländer Alpenwelt entdecken. Auch die italienische Schweiz, das Ticino, bildet eine Kulturlandschaft für sich mit mediterraner Vegetation. Das Bündnerland schließlich wartet mit seiner ganz eigenen rätoromanischen Kultur auf. Lange Jahrhunderte war die Schweiz »terra incognita«, denn den frühen Reisenden präsentierte sie sich als wild und unzugänglich. Woher man sich auch näherte: Stets stellten sich sofort oder zumindest recht bald die Berge als Hindernis in den Weg. Doch als im ausgehenden 19. Jh. zunächst die Engländer die Bergwelt eroberten, entwickelte sich das arme Agrarland schnell zum Touristenland Nr. 1. Zuvor wertlose Felsmassive und Eiswüsten wurden zum größten Kapital des rohstoffarmen Landes. Der Bauernstaat mauserte sich zum hochtechnisierten Standort mit internationalen Verflechtungen. Hinter der Kulisse reizvoller Städte und einer bezaubernden Natur verbirgt sich ein ausgesprochener Industriestaat, nicht aber ein liebevoll hergerichtetes Freilichtmuseum.

Steckbrief

  • Hauptstadt: Bern
  • Fläche: 41.284,5 km²
  • Einwohner: ca. 7,1 Mio.
  • Bevölkerungsdichte: 173 Einwohner je km²
  • Amtssprache: Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch (regional)
  • Staatsform: Parlamentarischer Bundesstaat
  • Religion: 46% Katholiken, 40% Protestanten, Minderheiten: Muslime, Juden
  • Währung: 1 Schweizer Franken (sFr.) = 100 Rappen
  • Netzspannung: 220 Volt Wechselstrom
  • Zeitzone: MEZ
  • Landesvorwahl: +41
  • Internet-Kennung: .ch
  • Höchste Erhebung: Monte Rosa (4.634 m)
  • Längster Fluss: Rhein (375 km)

Essen und Trinken

Ähnlich den anderen Ländern Mittel- und Westeuropas, finden sich auch in der Schweiz neben den Lokalen mit der abwechslungsreichen einheimischen Küche viele Spezialitätenrestaurants mit ausländischen Gerichten. Die Qualität ist durchweg gut, das Personal aufmerksam und die Lokale sind angenehm, nicht selten im gemütlichen Alpenstil, eingerichtet. Preislich liegen die Restaurants jedoch eher in der mittleren und gehobenen Kategorie. Immerhin ein kleiner »Trost für Sparsame«: inzwischen gibt es auch in der Schweiz zahlreiche Fastfood-Restaurants. Dennoch überwiegt nach wie vor das Slowfood, und so haben - neben Schweizer Käse und Schokolade - in den letzten Jahrzehnten auch zahlreiche regionale Gerichte überregionale Bekanntheit erreicht, z.B. Fondue, Berner Rösti, Bündner Fleisch und Zürcher Geschnetzeltes.

Reisezeit

Sommersaison

In der Schweiz gibt es zwei deutlich voneinander getrennte saisonale Reisezeiten mit ruhigen Zwischenperioden. Die Sommersaison dauert von Juni bis Oktober, in höheren Lagen oft sogar noch kürzer, so dass dort Hotels und Restaurants teilweise erst ab Ende Juni öffnen; auch die Bergbahnen sind vorher häufig nur eingeschränkt in Betrieb. Hauptreisezeit sind die Ferienmonate Juli und August, in denen das touristische Angebot am umfangreichsten und die Temperaturen in der Regel am höchsten sind. Die Hotelpreise sind in dieser Zeit aber auch teilweise deutlich höher, und das Wetter ist häufig weniger beständig als Ende September/Anfang Oktober.

Wintersaison

Die Wintersaison beginnt Mitte Dezember und dauert bis ca. Mitte April. Die Hauptreisezeiten liegen um Weihnachten, Karneval und Ostern. Zwischen Mitte April und Anfang Juni bzw. Ende Oktober und Mitte Dezember ist in der Schweiz nicht viel los, da nicht mehr genug Schnee für den Wintersport liegt, aber noch zuviel zum Wandern oder Mountainbiken. Ohnehin muß man in höheren Lagen darauf gefaßt sein, daß auch mitten im Hochsommer ein kurzer Wintereinbruch Schnee bis ins Tal bringt.

 
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