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Anne Frank Huis
Über 500 000 Besucher strömen jedes Jahr in das berühmteste Grachtenhaus
der Stadt, in dem kaum Platz zum Umdrehen ist und das wie eine völlig
zweitrangige Sehenswürdigkeit wirken würde, wäre da nicht das bewegende
Thema der Ausstellung: Der Leidensweg der Anne Frank, die von den Schrecken
des Zweiten Weltkriegs aus der Sicht eines Kinds erzählt.
Artis Zoo
Mit 8 000 Tieren, einem Planetarium, einem großartigen Aquarium und den
Gärten, die sich über viele Hektar erstrecken, dürfte Artis auch bei
übersättigten Touristen Anklang finden.
Begijnhof
Eine Oase der Ruhe in der betriebsamen Innenstadt. Weiß gestrichene
Häuser scharen sich um ein Kirchlein und ein paar Kastanienbäume, die
winzigen Vorgärten sind liebevoll bepflanzt. 1346 gegründet, lag der
Begijnhof am äußersten Rand der mittelalterlichen Stadt. Hier wohnten
alleinstehende Frauen, die in einer religiösen Gemeinschaft leben, aber
keine Nonnen werden wollten. Sie widmeten sich vor allem der Altenpflege.
Zwei Feuersbrünste zerstörten den Hof im 15. Jh. fast vollständig; die
heutige Bebauung stammt größtenteils aus dem 17. Jh. Das Haus mit der Nummer
34 wurde dagegen bereits um 1470 errichtet und soll das älteste Holzhaus der
Niederlande sein. Gegenüber der englisch-presbyterianischen Kapelle
versteckt sich in zwei Wohnhäusern eine katholische Geheimkirche aus dem 17.
Jh. Auf dem Begijnhof wohnen noch heute etwa 100 Personen - die letzte
Begine verstarb jedoch 1971. Tgl. 9-17 Uhr, Eingang: Spui u. Kalverstraat,
Tram: 1, 2, 5 (Spui)
Jordaan
Lauschige Gässchen, Blumenkübel vor den Häusern, gemütliche Eckkneipen
und kleine Läden: Der Jordaan ist die gezelligste Gegend von Amsterdam. In
manch einem holzgetäfelten Café tönen noch immer die alten
»Jordaan-Schnulzen« aus den Lautsprechern, in denen das legendäre
Nachbarschaftsgefühl besungen wird. Bis ins 19. Jh. hinein war die Gegend
zwischen Brouwersgracht, Lijnbaansgracht, Leidsegracht und Prinsengracht
jedoch ein berüchtigtes Armenviertel, dessen brackige Kanäle zum Himmel
stanken und wo Familien in feuchten Souterrainwohnungen hausten. Erst nach
dem Zweiten Weltkrieg wurde der Jordaan saniert. Die Arbeiter waren froh,
wegziehen zu können, und wurden von Intellektuellen und Künstlern abgelöst,
die von der beinahe dörflichen Atmosphäre fasziniert waren. Tram 13, 14, 17
(Westerkerk)
Koninklijk Paleis
Marmor, Symbole und Allegorien von Hollands Macht und Ruhm schmücken das
reich verzierte Rathaus.
Nederlands Scheepvaart Museum
Amsterdams Aufstieg, Glanz und Gloria beruhte auf dem Seehandel, es ist
daher nicht verwunderlich, dass das Schiffahrtsmuseum der Stadt die wohl
weltweit beste Sammlung beherbergt. Es besitzt sogar eine Nachbildung eines
der größten Schiffe der East India Company.
Oude Kerk
Die um 1300 erbaute Hauptkirche Amsterdams, die heute im Rotlichtviertel
liegt, ist das älteste Gebäude der Stadt und war ursprünglich dem Heiligen
Nikolaus, dem Schutzpatron der Seeleute, geweiht. Von außen gibt die Oude
Kerk ein recht uneinheitliches Bild ab. Zum Teil liegt das daran, dass sie
im Lauf der Zeit immer wieder erweitert wurde. Bereits um 1350 ersetzte man
die ursprünglich schmalen Seitenschiffe durch breitere, dann wurde der Chor
vergrößert, gefolgt vom Anbau eines Chorumgangs. Im 15. Jh. baute man
mehrere Kapellen an, im 16. Jh. wurde das Hauptschiff und danach der Turm
erhöht. Die Konstruktion wurde trotz Brandgefahr mit Holzbalken verstärkt,
sonst hätte der sandige Boden das Gewicht nicht tragen können. Mo-Sa 11-17,
So 13-17 Uhr, Eintritt 4,50 Euro (MK), Oudekerksplein, Tram: 4, 9, 16, 24,
25 (Damrak)
Rotlichtviertel
Begrenzt von Warmoesstraat, Kloveniersburgwal und Oude Doelenstraat
Der pulsierende Red Light District, wo spärlich bekleidete und oft
zutiefst gelangweilte Frauen von ihren Fenstern aus den Passanten zuwinken,
schlägt auf seltsame Weise den Besucher in seinen Bann.
Rijksmuseum
Wer nur für einen einzigen Museumsbesuch Zeit hat, sollte ihn unbedingt
hier im "Amsterdamer Louvre" erledigen.
Van Gogh Museum
Kunstfreunde sollten den Menschenmengen zum Trotz unbedingt das Van Gogh
Museum besuchen, wo viele der berühmtesten Werke des Malers zu bewundern
sind.
Vondelpark
In den 1970er Jahren war der Vondelpark ein Treffpunkt der Hippies. Heute
ist er zwar etwas weniger schillernd, doch immer noch eine der schönsten
Grünflächen der Stadt.
Westerkerk
Irgendwo in der Westerkerk liegt Rembrandt in einem namenlosen Armengrab
begraben. Des Weiteren wartet die Kirche mit dem lautesten Glockenspiel der
Stadt und einem herrlichen Blick von dem 85 m hohen Kirchturm auf. |